Programm

Hier bist Du im Programm vom Sommersemester 2020. Zum Programm vom Wintersemester 2020/21 kommst Du über den Link:

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VERGANGENE TERMINE

Donnerstag, 7. Mai

14.00 – 16.00

Antisemitismus heute

Leon Reichmann

Antisemitismus zeigt sich heute nicht mehr nur als gegen jüdische Menschen gerichtet, sondern (als struktureller) auch als Feindschaft gegen alles, was mit dem Jüdischen assoziiert wird. Prägnant tritt das in Verschwörungstheorien hervor, die gleich einem Gesetz folgend nahezu immer auf Judenfeindschaft hinauslaufen. Bekanntestes Beispiel ist die bis heute all zu lebendige Theorie, dass sich Freimaurer, Juden und Illuminati verschworen hätten um wahlweise das Christentum, oder das Deutsche Volk zu vernichten oder die Weltherrschaft an sich zu reißen. Dass der Illuminatenorden explizit antijüdisch war, als Gegenpol zu den Freimaurern gegründet wurde und bereits nach weniger als zehn Jahren Existenz 1784/85 auf kurfürstlich bayerisches Geheiß aufgelöst wurde, tat der Popularität der Wahnidee keinen Abbruch.
In diesem Format werde ich mit ein wenig Input zur Entwicklung von Verschwörungstheorien und Antisemitismus beginnen um anschließend mit Euch über entsprechende Implikationen und auch aktuelle Verschwörungstheorien zu diskutieren.

18.30 – 20.30

Of Mice and Men: Krebs und seine Erforschung
(Späterer Termin!)

Matthias Lenz

In diesem Seminar hangeln wir uns zunächst durch die Geschichte der Erforschung und Therapie von Krebs. So nähern wir uns einer Krankheit, an der voraussichtlich jeder zweite von uns erkranken und jeder vierte versterben wird. 
Außerdem möchte ich euch einen Einblick in die Methodik der modernen Krebsforschung geben und euch mein eigenes Interessengebiet, die Entwicklung sogenannter onkolytischer Viren, näherbringen.
Dabei werde ich mich auf zwei kurze Präsentationen beschränken. Ansonsten ist dieser Workshop komplett ergebnisoffen und lebt von euren Fragen und Beiträgen! Seien es Fragen zur Krebsbiologie, -prävention oder -behandlung, zur sozialen Dimension oder zu Zukunftsperspektiven. Insbesondere der Bericht aus der Forschung bietet Themen mit großem Potential zu ethischen Diskussionen (z.B. Tierversuche, Gentechnik und klinische Forschung am Menschen).

Freitag, 8. Mai

10.00 – 12.00

Die Beratungspraxis der Refugee Law Clinic

Clara Neuffer

I. Kurze Vereinsvorstellung

II. Überblick über die Geflüchtetensituation in Deutschland

III. Fiktiver Beratungsfall:
– Fluchtgeschichte
– Wichtigste rechtliche Grundlagen für eine Bleibeperspektive
– Erarbeitung der Perspektiven für den konkreten Fall

14.00 – 16.00

Cradle to Cradle: Bauen mit positivem Fußabdruck

Andrea Heil

Das Bauwesen ist für 40% der deutschen CO2 Emissionen, 35% des deutschen Energieverbrauchs und 60% des deutschen Abfallaufkommens verantwortlich. Allein die Zementherstellung verursacht 2-4 mal so viel CO2 weltweit wie der gesamte Flugverkehr. Der Vortrag erklärt die Philosophie einer Welt ohne Abfall am praktischen Beispiel: Cradle to Cradle zeigt uns Wege auf, wie wir das Konzept „Müll“ überwinden können und echten Mehrwert schaffen, statt nur negative Auswirkungen zu reduzieren. Der Gedanke der Ressourcennutzung in Kreisläufen muss frühzeitig in Designprozesse eingebracht werden, damit wirklich kreislauffähige Produkte entstehen – bis hin zu ganzen Gebäuden. Wir brauchen einen Systemwechsel hin zu einer kreislauffähigen, klimafreundlichen, gesunden Bauwirtschaft.
 
Anhand von bereits realisierten Gebäuden werden wir die Anwendung der Prinzipien im praktischen Umfeld kennenlernen. Anschließend können wir uns gemeinsam darüber austauschen.

Referentin: Andrea Heil ist Bauingenieurin und als ausgewiesene Expertin für Cradle to Cradle in der Bauszene trotz ihrer jungen Jahre keine Unbekannte mehr. Sie ist Gründungsmitglied der Regionalgruppe München und des Bündnisses Bau und Architektur und leitet den dortigen Stammtisch C2C. Seit kurzem ist sie dazu noch die Gruppensprecherin der Architects 4 Future in München. In dieser Doppelrolle hat sie wesentliche Aktivitäten für den Kommunalwahlkampf 2020 initiiert und in kurzer Zeit wesentliche Anliegen der Gruppe auf der Website muenchen2020.org auf den Punkt und in die öffentliche Diskussion gebracht.

17.00 – 19.00

Die ökonomische Mechanik des Weltgeists. Vom Neolithikum zur Hypermoderne

Mo Guo

Samstag, 9. Mai

10.00 – 12.00

Neoliberalismus und Faschismus – Der autoritäre Charakter damals und heute

Samuel Rieger

In meinem Format möchte ich zunächst auf das Konzept des autoritären Charakters eingehen und diesen mit neoliberaler Ideologie bzw. einem Leben unter dieser ins Verhältnis setzen. Des Weiteren soll auf das faschistische Potential, welches aus diesem Verhältnis erwächst, eingegangen werden. Abschließend wird die vorgestellte These im Lichte der gegenwärtigen Krise beleuchtet und eingeordnet. Im Anschluss diskutieren wir gemeinsam über die vorgestellte These und über die Rolle der Sozialwissenschaft bzw. der Studierendenschaft in und nach der Krise.

14.00 – 16.00

Darf Deine Gesundheit mich reich machen?

Anna Schmiderer und Julius Poppel

Euch erwartet eine spannende Diskussionsrunde zu einem der aktuellsten Themen unseres heutigen Gesundheitswesens. Bei zunehmender Ökonomisierung und Privatisierung aller Bereiche unseres medizinischen Versorgungssystems stellt sich immer mehr die Frage, inwieweit mit Gesundheit Geld verdient wird und werden darf. Welche Auswirkungen hat unsere heutige kapitalistische und marktorientierte Welt auf unsere Sicht auf Gesundheit? Egal, ob Studienanfänger*in oder Studienprofi und egal auf welchem Fachbereich, Gesundheit geht uns alle etwas an!

17.00 – 19.00

Entschuldigung, wo geht es hier zur studentischen Mitbestimmung?

Leonie Ackermann

Du willst an deiner Hochschule was bewegen – aber wie? Demokratische Strukturen an Hochschulen wirken auf den ersten Blick häufig abschreckend, dabei bieten sie Student*innen häufig eine gute Plattform um Gehör zu finden. Hier gibt es eine Einführung in die rechtlichen Grundlagen der studentischen Mitbestimmung in Bayern mit ihren Besonderheiten, einen Einblick zu den relevanten politischen Akteur*innen außerhalb der eigenen Hochschule und Strategien für die studentische Interessenvertretung. Im Anschluss wollen wir miteinander darüber ins Gespräch kommen, welche Themen euch besonders bewegen und welche Herausforderungen die Studierendenvertretungen insbesondere während der Corona-Krise meistern müssen.

Referent*in: Leonie ist non-binary femme und verwendet die Pronomen fey/feys. Fey studiert Computing in the Humanities M.Sc. an der Universität Bamberg. Zwischen 2015 und 2017 war fey Hochschulpolitische Referentin im AStA der Universität Augsburg. Nach feys Wechsel nach Bamberg wurde fey zur Referentin für nationale und internationale Vernetzung gewählt und war im akademischen Jahr 2018/19 studentische Vertreterin im Senat. Seit September 2019 ist Leonie im Vorstand des bundesweiten Dachverbands der Studierendenvertretungen freier zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V..

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